Kreatives Schaffen: rubber carving – oder: Stempel selber machen!

Irgendwann im Lauf der letzten 3 Jahre habe ich Instagram für mich entdeckt, wieder aufgegeben, ignoriert, wieder angemeldet, abgemeldet, gelöscht, neu gemacht. Komisch, aber ist so. Jedenfalls habe ich dort neben nervigem, regenbogenfarbenem Essen auch einige coole Dinge entdeckt.

Unter anderem die Kunst, selber Stempel herzustellen. Gesehen, für schön befunden und selbst probiert. Obwohl ich den Linolschnitt in der Schule gehasst habe – scheiß hartes, starres Material – macht mir das irgendwie Spaß.


Wer wissen möchte was man dafür braucht, hier eine Liste mit den essentiellen Dingen:

  • Stempelgummi (aus dem Internet oder u.a bei Bösner zu beziehen)
  • Linolschnitt-Werkzeug (im englischsprachigen Raum große Auswahl – hier einfach zum ausprobieren die Basis Schulbox von ABIG, damit habe ich begonnen – empfehlen kann ich die Pfeil Produkte, eher teuer, aber wow)
  • Transferpapier (bei Bedarf, um die Motive auf den Gummi zu bekommen, das zB.)
  • Stempelkissen (ich kann Versafine nur empfehlen)
  • Papier oder sonstige Unterlage (bitte selbsterklärend)

Und so sieht das bei mir aus.

Motivfindung – bei mir meist spontan oder einem Anlass entsprechend. In diesem Fall etwas hübsches, botanisches, passt immer und ist vielseitig verwendbar.

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Das Motiv übertrage ich dann per Zeichnung (hier ist natürlich durchpausen via Transferpapier eine Möglichkeit) auf mein Material, wenn das erledigt ist, schneide ich den Block auf die richtige Größe zu, sodass möglichst wenig Verschleiß entsteht und dann wird geschnitzt. Ich lasse in meinem Fall die Konturen meiner Zeichnung stehen, man kann natürlich auch ein Negativ davon anfertigen. Bei feinen Motiven gut aufpassen, dass nicht unabsichtlich an der falschen Stelle was wegkommt – passiert relativ schnell. Auch am Finger…

Ich mache natürlich immer einen Probedruck, auch als Hilfestellung wenn ich noch nicht alle Feinheiten herausgearbeitet habe, um zu sehen, wo noch was weg muss. Fällt leichter durch den Farbunterschied und man sieht gut, wo man ungenau gearbeitet hat. Wenn das Motiv soweit freigestellt ist schneide ich mit einem Messer noch die Kanten ab, möglichst formnah.

Wenn ihr das Motiv schön und rein auf’s Papier bringen wollt, darauf achten, dass der Gummi gut aufliegt und durch möglichst gleichmäßigen, festen Druck mit dem Untergrund verbunden ist. Beim Abnehmen aufpassen – mir sind dabei oft noch Fehler passiert. Auch Handschuhe tragen macht Sinn…

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Wenn mit Farben auf Wasserbasis gedruckt wird – die Stempel einfach gelegentlich mit warmem Wasser reinigen, sie werden sonst mit der Zeit porös. Bitte hier kein Beispiel an mir und meinen mit Farbe verkrusteten Motiven nehmen. Ähm. Ja.

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Viel Spaß beim Ausprobieren.

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